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Deutsches Museum X.0: Das Techniklabor unserer Gesellschaft

Ein Dinosaurier aus dem 19. Jahrhundert häutet sich. Das Deutsche Museum, einst Vorbild für die Welt, drängt zurück an die Spitze. Es will zu einer Experimentierplattform der Gesellschaft, zur allumfassenden Stätte verantwortungsvollen Umgangs mit Technologie werden. Die Ausstellung „Willkommen im Anthropozän“ ist Auftakt zu basalem Umdenken. Nicht technische Allmacht, sondern „begrenzte Machbarkeit“ heißt künftig die…

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Anti-Wissenschafts-Revolution: Ideologie statt Forschung?

Shawn Otto ist der Pate der TELI Wissenschaftsdebatte. In seinem Buch „Fool Me Twice“ hat er sich mit der zunehmenden Wissenschaftsfeindlichkeit unserer Zivilisation auseinandergesetzt. Ein grober Widerspruch in sich: die technologisierte Gesellschaft, in der forscherische Eliten sich zum einen immer mehr abkapseln und sich dem Dialog entziehen, zum anderen von der Politik für deren Zwecke…

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Allons enfants …

Allons enfants … Auszug aus dem Elfenbeinturm Eigentlich müsste dieser Freitag abend im Münchner Zukunftssalon am 12.06.2015 von der Marseillaise musikalisch umrahmt werden. Die Europäische Aufklärung, die in der Französischen Revolution ihren ersten Höhepunkt erreichte und durch die französische Nationalhymne geehrt wird, schreibt Peter Finke mit „Freie Bürger Freie Forschung“ fort. Erstmals ist es gelungen,…

Leidenschaftliche Debatten wie im Unterhaus (c) Goede

Debatte bei Weltkonferenz in Seoul

Deutsch-angelsächsische Debattenkultur auch in Südostasien. Der deutsche Wissenschaftsjournalist Kai Kupferschmidt (WPK) organisierte auf der Weltkonferenz der Wissenschaftsjournalisten WCSJ 2015 Seoul eine sehr gut angenommene Debatte zu verschiedenen Wissenschaftsthemen. Die Debattengattung ließe sich mit „Role Playing Format“ beschreiben. Es gab zwei Formationen, pro und contra zu den Themenstellungen. Die Debattanten versuchten mit ihren Argumenten Mitglieder der…

Dr. Ehrenamt

Der Bürger als Wissenschaftler, eine Quadratur des Kreises? Nein, immer mehr streben ins forscherische Ehrenamt und erbringen dort wertvolle Beiträge für die Wissenschaft. Wissenschaft im Dialog WiD und das Museum für Naturkunde haben eine neue Partizipationsbühne. „Bürger schaffen Wissen“, kurz GEWISS will den Bürger als Wissenschaftler in den Forschungsprozess einbeziehen. Das eröffnet zum einen neue…

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Mehr Dialog — mit allen

Mit Spannung erwartet: die 11. WissensWerte, erstmals nicht in Bremen, sondern Magdeburg, vom 24. bis 26. November, Hotel Maritim. Ihr Motto „Mehr Praxis, mehr Dialog“ lässt eine weitgefächerte Veranstaltung erwarten, die über den Tellerrand des angestammten Wissenschaftsjournalismus hinaus schaut. Auch die Journalistenvereinigung für technisch-wissenschaftliche Publizistik TELI e.V. geht wieder an den Start, diesmal mit einem…

Rückmeldung der Betroffenheitsexperten (c) Goede

Exit-Strategien: Raus aus der Stress- und Angstfalle

Die Medien der letzten Wochen waren voll davon. Immer mehr Menschen leiden unter Stress, Ängsten, Depressionen, Burnout, siehe auch den aktuellen Sterntitel –> http://www.stern.de/magazin/heft/stern-43-2014-wege-aus-der-angst-2145465.html Der Münchner Klimaherbst sucht, nunmehr zum achten Mal in Folge, nach Strategien nachhaltigen Wirtschaftens und menschenfreundlicher Technik. Dieser Jahr steht er unter dem Motto: „Es reicht. Wie viel Haben braucht das…

Die richtigen Fragen stellen

Von Axel Grychta: Also, die angezettelte Debatte heißt Wissenschaftsdebatte. Und an einer Stelle wird dazu aufgerufen, „die großen Fragen der Forschung zu diskutieren“! Aber: Wird hier tatsächlich über die Wissenschaft debattiert, über die Forschung? Gibt es überhaupt die Wissenschaft? Zerfällt die Wissenschaft nicht in einen bunten Strauß von Einzeldisziplinen mit teils ganz eigenen Fragestellungen? Debattieren…

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Mehr Mitsprache der Zivilgesellschaft bei Verwendung von Forschungsgeldern verlangt

Wie viel Mitsprache in der Forschung darf sein? Seit Wochen hält darüber eine Kontroverse an, ausgelöst durch Günter Stock, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Der titulierte die Beteiligung zivilgesellschaftlicher Vereinigungen und Umweltverbänden als „totalitäre Gängelung“ der Wissenschaft. Uwe Schneidewind vom Wuppertal Institut hält dagegen. In einem ZEIT-Gespräch verweist er darauf, dass fünf von sechs…