Der Bezwinger

Mai 4th, 2012 by Wolfgang Goede

Chapeau, Nick Davies! Der Kollege aus England hat dem taumelnden Journalismus zu neuem Glanz und Halt verholfen. Recherchieren, nicht abschreiben, diktiert er der Zunft in die Schreibblöcke. Wie einst Woodward und Bernstein US-Präsident Nixon stürzten, so hat Davies das Murdoch-Presse-Imperium in die Knie gezwungen. Dafür und die ehernen journalistischen Standards, die er einfordert, erhält er den “Henri” 2012.

Dass er auch Wissenschaftsjournalisten viel zu sagen hat, zeigte sich bereits auf der Weltkonferenz der Wissenschaftsjournalisten 2009 in London. Dort stellte er in zum Bersten vollen Sälen sein Buch “Flat Earth News” vor, das den Medien und deren Vertretern die Leviten liest.

“Während Journalisten einst aktive Sammler von Nachrichten waren, sind sie jetzt passive Verbreiter von Materialien aus zweiter Hand geworden, das zum großen Teil aus PR-Daten stammt und politische sowie wirtschaftliche Interessen absichert”, sagte Davies. Journalisten seien zu “Churnalists”, Fließbandarbeitern geworden. “Ein Gewerbe, dessen vornehmste Pflicht es war, alles Falsche herauszufiltern, ist so verwundbar für Manipulation geworden, dass es sich jetzt an der Massenproduktion von Falschheiten, Verzerrungen und Propaganda beteiligt”, argumentierte er.

“Wir veröffentlichen
dreimal mehr Berichte in nur noch einem Drittel der Zeit”, eröffnete er den Besuchern aus aller Welt. In den britischen Zeitungen basierten die Hälfte der gedruckten Artikel bereits auf PR-Material; 30 Prozent kämen direkt von Werbeagenturen. “Die Konzerne haben uns übernommen”, rief Davies unter großem Beifall, “sie stehlen uns die Zeit!”

Viele Wissenschaftsjournalisten gaben dem Briten recht. Diesen Trend gebe es auch in ihrer Branche. Viel zu viele Forschungsergebnisse würden von den Schleusenwärtern der öffentlichen Meinung einfach durchgewunken, zu wenig geprüft, insgesamt unkritisch veröffentlicht. Leitfiguren wie Davies fehlten im Wissenschaftsjournalismus.



Dieses Berufsverständnis
hat sich für Davies, die Öffentlichkeit und die Demokratie ausgezahlt. Zwei Jahre nach diesem Auftritt bei der Weltkonferenz fand er durch hartnäckige Recherchen heraus, dass der Murdoch-Konzern Privatleute abhörte, darunter die Mailbox eines dreizehnjährigen Mordopfers. Das löste einen Zeitungsskandal aus, erschütterte die britsche Regierung und brachte eine weltweite Debatte über die Moral der Medien ins Rollen.

Dafür wird der Brite am 11. Mai in Hamburg mit dem Henri Nannen Preis für Pressefreiheit ausgezeichnet. (Fotos (c) Goede)

Arthrose-Therapie: Forscher lernen von Laien!

April 21st, 2012 by Wolfgang Goede

In diesem TELI-Blog ist häufig die Rede von der Beteiligung von Laien am Forschungsprozess. Dies ist die Basis für die TELI-Wissenschafts-Debatte: http://www.teli.de/wissenschaftsdebatte/index2009.html, http://www.teli.de/wissenschaftsdebatte/index.html. Wie Kommentare zeigen, wird die Redlichkeit und Legitimation dieser Rückkoppelungsschleife oft angezweifelt. Dass Nichtforscher den Forschern auf Augenhöhe begegnen und ihnen ein Expertenwissen an die Hand geben, welches die üblichen Methoden der Wissenschaft nicht erfasssen, ist gewiss gewöhnungsbedürftig — nichtsdestoweniger: ein State-of-the-Art-of-Science-Modell für das 21. Jahrhundert, obwohl es noch ein langer Weg ist, bis Laien- und Experten-Räder synchron ineinandergreifen. Dies ist eine große Herausforderung für Wissenschafts- und Technik-Journalisten, was folgende Veranstaltung in den Fokus rückt :

Spezialisten lernen von Laien:

Sprecher von Patienten- und Bürgerforum übergeben GAMBA-Gutachten zu Gen- und Stammzelltherapien

Heilung von Arthrose – das wäre DIE Sensation. An einer wirkungsvollen Therapie arbeiten viele internationale Forschergruppen. Doch keine hat ihre Arbeit bisher von Patienten und interessierten Bürgern am „Ende der Wertschöpfungskette“ begutachten lassen. Dr. Martina Anton und Prof. Christian Plank vom Klinikum rechts der Isar haben es gewagt:

In einem intensiven Dialog ließen sie ihr EU-Projekt von Laien bewerten. Ergebnis: vorsichtige Zustimmung zum GAMBA*-Ansatz, doch auch kritische Anmerkungen. Die Sprecher der Patienten- und Bürgerforen übergeben am 25. April 2012 in München ihr Laiengutachten an die Forschenden sowie ein prominentes Forscherpodium:

· Prof. Patrick Cramer, Genzentrum der LMU München
· PD Dr. Hildegard Büning, Präsidentin der Dt. Ges. für Gentherapie
· Prof. Jürgen Hescheler und Dr. Michael Heke, Dt. Ges. für Stammzellforschung
· Prof. Ernst Wagner, Pharmazie LMU München
· PD Dr. Arne Manzeschke, Institut Technik-Theologie-Naturwissenschaften, München

Achtung Medienvertreter: Wir laden Sie herzlich zur Berichterstattung von 18-21h ein. Auf Wunsch sind Interviews mit den Sprechern der Foren möglich. Bitte wenden Sie sich an die Projektleiterin Dr. Katharina Zöller von Science Dialogue.

In den 3,5-tägigen Laienforen nahmen 14 Patienten aus dem Raum München und 16 Nachbarn des Klinikums das mit 3,2 Millionen Euro geförderte Medizinforschungsprojekt im Münchner Klinikum rechts der Isar gründlich unter die Lupe. Dazu erhielten sie umfassende Informationen. Die Betroffenen hörten Vorträge zu Chancen, Risiken und ethischen Aspekten.

Weiterhin diskutierten sie mit Experten unterschiedlichster Fachbereiche über den innovativen Forschungsansatz zur Heilung von Gelenkserkrankungen mit Stammzell- und Gentherapien. Die GAMBA-Forschenden waren beim Prozess als Dialogpartner anwesend. Zum Abschluss er­ar­beiteten die engagierten Bürger unter der Leitung des erfahrenen Moderationsteams von ScienceDialogue ein Laiengutachten.

Gelenkserkrankungen wie Arthrose gehören zu den häufigsten Volkskrankheiten. Ihre Behandlung kostet das Gesundheitswesen jährlich Milliarden. Die Betroffenen leiden häufig unter chronischen Schmerzen, die Krankheit schränkt ihre Lebensqualität erheblich ein und ist bisher nicht heilbar. Das EU-geförderte Forschungsprojekt GAMBA mit acht Partnern aus sechs Ländern (www.gamba-project.eu) verfolgt eine Vision:

In 20 Jahren soll es möglich sein, Knochen und Knorpel nachwachsen zu lassen und gleichzeitig Gelenkentzündungen wirksam zu stoppen. Doch die Therapieansätze von Stammzell- und Genforschung sind auch mit Risiken und ethischen Fragen verbunden, die neben den Chancen ausführlich in den Foren erörtert wurden. Derzeit werden die Foren auch in der Schweiz und in Irland durchgeführt.

*) Gene Activated Matrix for Bone and Cartilage Regeneration on Arthritis

Kreativ sein heißt, ein Huhn mit den Händen zu fangen

April 20th, 2012 by Wolfgang Goede

Das Buch des Zeichners Christoph Niemann ist eine Offenbarung. Wie Kreativität nicht einfach entsteht, sich abrufen lässt, einem in den Schoß plumpst — sondern wie der Mensch darum ringt. Das trifft natürlich auch für Schreiber und Texter zu. Die sollten sich sein Tortendiagramm über ihren Schreibtisch pinnen oder gleich auf den Rechner kleben.

Niemann’s Antwort auf die Frage, was man für eine richtig gute Idee braucht, lautet: 87 % ist Anstrengung, nur 0,5 % Begabung + Musenküsse, immerhin: 7,5 % Glück und 5 % Enthaltsamkeit, nämlich 90 Minuten am Stück die Finger vom Internet lassen! Das steht im Gegensatz zu vielen Kollegen, räumt der Zeichner ein, die Maerchen und dreiste Lügen verbreiten, wenn sie glaubten, ein Schläfchen oder ein Museumsbesuch brächten die kreativen Säfte zum Sprudeln, schreibt er in seinem Buch “Abstract City. Mein Leben unterm Strich” (Knesebeck).

Dazu passt auch, dass Niemann es gar nicht mag, wenn Leute ihm sagen: “Du bist begabt”. Die Werke, die er hervorbringt, sind jahrelanger Übung geschuldet und einem stoischen Enthusiasmus, “der einem hilft den ständigen Frust zu ignorieren”. Ins Bild gerückt: Es ist nicht ein geheimnisvoller guter Geist, der seine Hand führt, sondern eine Art Teufelchen, das ihn anspornt, ins Ohr brüllt, mit der Geißel traktiert.

Dazu gehört auch eine gewisse Verliebtheit, nämlich in Bilder aus der Jugend, die einen tief beeindruckt haben. Faltergleich versucht man sich in die Lüfte zu schwingen, um sie nachzubilden, stürzt ab und macht, mit Bandagen umwickelt, immer wieder einen Startversuch. Zur Kreativität gehört also eine große Portion Sturheit, lernen wir.

“Meine ganze verdammte Karriere ist eine einzige fette Schreibblockade”, entfährt es Niemann, keine, die sich wie eine Mauer umgehen lässt, sondern eine, die das Durchklettern eines Stacheldrahtknäuels verlangt. Erst nach Erreichen von dessen Mitte geht einem der Seifensieder auf. Für welchen Schreiber ist das nicht Balsam, wenn er einen halben Tag über einen passenden Einstieg nachgedacht hat.

“Der Teufel hat weiße, rechteckige Augen”, sagte einst Sigi Sommer, Münchens legendärer Spaziergänger-Journalist, der täglich zu Fuß Streifzüge durch die Stadtviertel der Isarmetropole unternahm. Ihm war der anschließende, lange Blick auf das unbeschriebene Stück Papier in der Schreibmaschine offensichtlich nicht unbekannt.

Niemanns Schlusssatz, für viele in der Branche auch gut nachvollziehbar: Kreative Arbeit fühle sich so an, “als müsse man ein Huhn mit bloßen Händen fangen”.

Schreib-Tipp: Kill your Darlings!

April 8th, 2012 by Wolfgang Goede

Mit diesen vier einfachen Handreichungen schreiben Sie sich in die Champions-League.

Den Osterspaziergang durch den Schnee werden sich viele in diesem Jahr sparen, deshalb an dieser Stelle ein wenig Osterlektüre am kuscheligen Ofen :-) . Gerade hat der Historiker Valentin Groebner das Buch „Wissenschaftssprache. Eine Gebrauchsanweisung“ (Konstanz University Press) herausgebracht – schwer zu übersehen in der Bücherflut:

Ein kleiner, blauer Werkzeugkasten auf weißem Grund ziert den Buchdeckel. Was der Professor seiner Zunft verschreibt, um Wissenschaft verstehbarer und lustvoller zu machen, dürfen sich auch Wissenschafts-Journalisten ins Stammbuch schreiben. ‘So einfach kann Schreiben sein’, wird es so manchem, wie auch mir zum Vielhundertstenmal, entfahren!

Die Satzgirlanden, die aus den Gehirnwindungen quellen, radikal abspecken auf, pointiert gesagt, Grundschulniveau: Subjekt, Praedikat, Objekt! Leicht gesagt, doch dazu gehoert Mut. „Kill your darlings“, empfiehlt Groebner, Schreibtugenden jenseits des Atlantiks zitierend, denen sich auch Hochschullehrer verpflichtet fühlen.

Das vermeintlich so Schoene entpuppt sich meist als geistiger Schrott, auch auf dem akademischen Spielfeld. Alles Gedunsene, Schwülstige, Abstrakt-Verschwurbelte, Gekünstelte, Selbstverliebte – weg damit. Denken wir an Hemingway. Seine glasklare Prosa ist das Ergebnis hoechster Schreibdisziplin. Fast alles, was der Nobelpreistraeger am Vortrag am Stehpult zu Papier gebracht hatte, strich er am naechsten Tag wieder.

Wer zu viel zitiert, verraet geistige Armut :-( . Der Schreiber versteckt sich hinter anderen, statt seinen eigenen Grips angestrengt zu haben. Auch hier gilt, wie oben: Ganze Absaetze streichen, „ein Zitat von drei Woertern“ ist viel praegnanter, sagt Groebner und raet darüber hinaus: Absaetze machen statt „homogenisierte Wortwürste“ hervorzupressen.

Erstere erleichtern nicht nur das Lesen, sondern verleihen der Wort-Komposition Temperament und Rhythmus: Wechsel zwischen Schnell und Langsam, Laut und Leise, Hauptthema und Variationen, in Absaetzen steckt Musik!

Und nach der ersten Niederschrift: sich selber den Text halblaut vorlesen. Der dazu eingeschaltete Sinneskanal, das Gehoer, erkennt, fast intuitiv, Schreibsünden. Das Hoeren orientiert sich an der mündlichen Rede, die spontan und lebhaft ist, schnell auf den Punkt kommt, ohne all die Einschübe und Stopfereien auskommt, die die Schriftsprache und mit ihr viele Vortraege oft so qualvoll machen.

„Wenn Sie selbst … beim Zuhoeren ungeduldig werden, müssen Sie knapper werden. Also: streichen“, fordert der Kommunikations-Knigge kategorisch.

Wer die Hoheit der Kommunikation über Forschung hat: die oft – leider – allzu befangenen Forscher oder die – hoffentlich – gesellschaftlichen Nutzen und Schaden herausschaelenden Journalisten, darüber darf gestritten werden. Über die Sprache selber sind wir uns, über alle Graeben hinweg ;-) , offensichtlich einig.

Streit bei den Medizinjournalisten

April 5th, 2012 by Alex Gerber

Bei der schon lange überfälligen Vereinigung der drei Verbände “Arbeitskreis Medizinpublizisten“, “Kollegium der Medizinjournalisten” und “Vereinigung Medizinische Fach- und Standespresse” zu einem “Verband der Medizin und Wissenschaftsjournalisten” knirscht es offenbar mehr denn je. Bei den langwierigen Verhandlungen mussten schwierige Kompromisse geschlossen werden, denn die Mitgliederstrukturen sind sehr unterschiedlich: Der “Arbeitskreis” erlaubt nur hauptberufliche Journalisten, in der “Vereinigung” sind auch Hochschullehrer willkommen, die nebenher ein Fachblatt redigieren oder auch PR-Leute aus der Pharmabranche.
Lesenswerte Einblicke und Ausblicke hierzu von Kollege Reiner Korbmann, der die Geburt des “Arbeitskreises” als Abspaltung vom “Kollegium” vor mehr als drei Jahrzehnten sogar noch persönlich miterlebt hat, in seinem Blog.

Ach ja: Neben diesen drei Verbänden gibt es übrigens noch einen vierten — den Verband Deutscher Medizinjournalisten (VDMJ), soweit ich weiß sogar der größte von allen.

Es gibt immer mehr Laien-Wissenschaftler

März 31st, 2012 by Wolfgang Goede

Viele Schulen waeren ohne den Einsatz von Eltern als Lehrersatzkraefte gar nicht mehr denkbar. Eine aehnliche Entwicklung gibt es in der Forschung. Für das SETI-Projekt, das nach Zeichen ausserirdischen Lebens sucht, stellen immer mehr Privatleute ihre Rechner zur Verfügung. Deren Kapazitaet wird zum Auswerten der Signale aus dem Weltraum herangezogen. Ohne diese Assistenz waere das Projekt gar nicht mehr moeglich.

Das hat weitere Kreise gezogen. In anderen Projekten haben 250 000 “citizen scientists”, so der Terminus, 150 000 Galaxien studiert und klassifiziert. Diese Mammutaufgabe waere weder von Forschern noch von der heutigen Rechnerpower zu bewaeltigen gewesen. Daraus ist das Projekt “Zooniverse” entstanden.

Laien-Wissenschaftler sind auf allen Gebieten der Forschung unterwegs. Sie haben beispielsweise in mehr als 15 europaeischen Laendern 500 000 Baenderschnecken auf Veraenderungen in Augenschein genommen. Im Foldit-Projekt versuchen sie, hinter die Geheimnisse der Faltungskunst von Proteinen zu kommen. Und im LabUK Projekt zeigten 13 000 Freiwillige, dass viele Denksportaufgaben wenig dazu beitragen, den Kopf fit zu machen.

Darüber berichtete Geo in seiner Ausgabe 03//2012 und verwies auch auf die Plattform der “Citizen Scientists”: www.scistarter.com. Das alles zeigt, dass nicht nur Nicht-Wissenschaftler, also wir Journalisten und Blogger, kenntnisreich über Wissenschaft schreiben, sondern dass auch Nicht-Wissenschafler, Bürger und interessierte Laien, die Arbeit von Wissenschaftlern erledigen koennen.

US-Verlage finden keinen Ersatz für Printerlöse

März 6th, 2012 by Axel Fischer

turi2.de-Newsletter heute: Verzweifeltes Ringen um Geschäftsmodelle: 15 Jahre nach Beginn der digitalen Wende haben Amerikas Verleger immer noch keine neuen Geschäftsmodelle gefunden. Im Gegenteil: Für jeden Dollar, den sie im Netz verdienen, verlieren sie sieben Dollar im Printgeschäft, besagt die aktuelle Studie des Project for Excellence in Journalism am Pew-Forschungsinstitut. Die Forscher konnten interne Daten von 121 Zeitungen aus sechs Verlagshäusern auswerten. 38 Zeitungen gaben detailliert Auskunft über ihre Anzeigengeschäfte. Auch für die Zukunft sieht es kaum rosiger aus. “Die optimistischsten Projektionen sehen eine Kompensation der Printverluste durchs Digitalgeschäft binnen einiger Jahre voraus”, sagt Projektleiter Tom Rosenstiel.
weiterlesen auf turi2.de, nytimes.com, guardian.co.uk, journalism.org

Und passend dazu:

“Recherche wird immer mehr zum Luxus. Wenn man aber nicht mehr recherchiert, verliert eine Zeitung das letzte Profil, das, was sie unterscheidet von anderen.” Film-Regisseur Andreas Veiel über die aktuellen Probleme des Journalismus.
epd.de

Kants kategorischer Imperativ für das 21. Jh: technologisch & SOZIAL nachhaltig

Februar 18th, 2012 by Wolfgang Goede

Das Buch und dessen Autor sind in vieler Munde. „Zukunft 2050“* von Ulrich Eberl, promovierter Physiker und Chefredakteur des renommierten Siemens-Magazins „Pictures of the Future“, hat seine jahrzehntelange Erfahrung in der Innovationskommunikation zu einem veritablen Zukunftsbuch verdichtet. Das Werk ist wie ein Baedeker zu allen wichtigen Forschungsstaetten, wo derzeit an den Technologien des 21. Jahrhunderts gebastelt wird.

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Zivilgesellschaft soll autistische Wissenschaftspolitik heilen

Februar 12th, 2012 by Wolfgang Goede

Der Naturschutzverband BUND will eine größere Rolle in der Wissenschaftspolitik spielen. Zur Eröffnung des Wissenschaftsjahres „Zukunftsprojekt Erde“ verlangt er von Bundesforschungsministerin Schavan einen Kurswechsel: weg von der industrie-getriebenen Wissenschaftspolitik, hin zur gesellschafts-orientierten Wissenschaftspolitik. Nur so kann die Wissenschaft den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht werden, argumentiert der Verband in einem Hintergrundpapier. Read the rest of this entry »

Kalte Fusion, ganz heiß: Flopp oder Sternstunde?

Februar 5th, 2012 by Wolfgang Goede

Das Bild und das Thema spuken seit fast einem Vierteljahrhundert durch die Medien: die Fusion im Reagenzglas. Jetzt ist es wieder brandheiß. Der italienische Erfinder Andrea Rossi will einen Reaktor gebaut haben, der aus Wasser bei Zimmertemperatur ein Megawatt holt. Read the rest of this entry »