Moderner Technikjournalismus: Aufklären, Einordnen, Bewerten

Februar 4th, 2012 by Wolfgang Goede

Der Technikjournalismus geht neue Wege der Professionalisierung. Beim TELI Jour fixe im Münchner Presseclub stellte Professor Andreas Schümchen Ende Januar 2012 den Studiengang an der Hochschule Bonn Rhein Sieg vor. „Wir bilden die künftige Journalistengeneration am Beispiel der Technik aus“, erklärte er und füllen damit ein großes Defizit.

TELI-Vorsitzender Hanns-J. Neubert und Professor Andreas Schümchen

Der Studiengang „Technikjournalismus/PR“ vermittelt das journalistische Handwerk zusammen mit den Naturwissenschaften (Mathematik, Physik), Maschinenbau und Elektrotechnik. Das ist in dieser Kombination weltweit einzigartig. Das Studium ist breitbandig angelegt. Es bildet in Print, Radio, TV und Online aus und greift auf eine eigene Lehrredaktion zurück. Sie kooperiert mit namhaften Medien wie WDR und Spiegel online.

Nach sieben
Semestern, gepuffert von einem Praxissemester sowie praktischem Existenzgründer-Knowhow, erfolgt der Masterabschluss. Von den jährlich etwa 100 Anfängern schaffen es die Hälfte bis zur Ziellinie. „Journalisten mit profunden Technikkenntnissen haben gute Chancen in den Publikumsmedien“, sagte der gelernte Journalist über den Berufseinstieg der Absolventen. Technikversierte Kollegen sind gefragt, von Lokalredaktionen bis zu den Radiosendern.

Viele Anfragen kommen von den Fachmedien. „Händeringend suchen sie ihre Stellen zu besetzen“, berichtete der Journalistenausbilder, was der Nachwuchs noch gar nicht erkannt habe. In Deutschland gibt es 3800 Special Interest Zeitschriften. In ihre Vielfalt kann man bei VG Wort hineinschnuppern. Hier warten viele Aufträge, wie auch die TELI bei ihrer Veranstaltung „Der Print-Goldrausch – Finden Sie Ihre Nuggets!“ auf der WissensWerte 2011 herausstellte.

TELI-Mitglieder im Münchenr PresseClub

Der moderne Technikjournalismus muss nicht nur diese Nischen besetzen, sondern sich auch um einen „Querschnittsblick“ bemühen, riet Schümchen. Wer über Technik schreibt, sollte sie nicht allein gut erklären, sondern muss sie auch bewerten und einordnen können. Beides haben Technikjournalisten vernachlässigt. Sie übernehmen oft schwer verstehbaren Fachjargon und sind zu euphorisch in der Darstellung.

„Je mehr Journalisten von Technik etwas verstehen, desto fundierter wird die Kritik“, erklärte der TELI-Gast. Diese Art von Aufklärung sei der beste Weg, den Menschen die weit verbreitete Angst vor Technik zu nehmen.

Der Studiengang
im Rheinland bildet auch für die PR-Arbeit aus. Das sieht Schümchen „unideologisch“, womit er auf Widerspruch stieß. Arno Kral, Vorstandsmitglied der TELI Süd, sieht in der zunehmenden Vermischung von Journalismus und PR eine Bedrohung der Demokratie. Journalisten als unabhängige vierte Macht seien unverzichtbar für ihr Funktionieren.

Vorstandsmitglied TELI Süd Arno Kral und der Technikjournalisten-Ausbilder

Pragmatischer und grundsätzlicher sah das Alex Gerber, Vorstandsmitglied der TELI Berlin-Brandenburg. Vielen Kollegen bliebe nur die Öffentlichkeitsarbeit, nachdem die Universitäten zu viele Journalisten ausbildeten und die Medien immer weniger einstellten.

Zudem wächst die maschinelle Konkurrenz, sagte Gerber. Suchmaschinen werden als Rechercheure immer smarter. Sportreporter-Roboter ließen sich mittlerweile von Journalisten aus Fleisch und Blut nicht mehr unterscheiden. Deshalb stelle sich für Journalisten die grundsätzliche Frage, so Gerber:

Wie lange sind wir überhaupt noch nötig?

Dagmar Röhrlich ist Wissenschaftsjournalistin des Jahres 2012

Januar 25th, 2012 by Alex Gerber

Die freie Autorin habe nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima — u.a. beim Deutschlandfunk — auf herausragende Weise dem Publikum die komplexen Vorgänge und Bedrohungslagen über Wochen und Monate sehr verständlich erklärt. Dabei sei sie weder reißerisch noch verharmlosend vorgegangen, was nicht vielen Kolleginnen und Kollegen angesichts der dramatischen Situation gelungen sei, so die Jury.

Laut Wikipedia (in der ungesichteten Version ist der Lemma bereits aktualisiert) hat Röhrlich Geologie und Geophysik studiert. Demnach hat sie außerdem mehrere Bücher zu wissenschaftlichen Themen veröffentlicht. Sie lebt mit ihrer Familie in Köln.

Der undotierte Preis “Journalist des Jahres” wird seit 2004 in unterschiedlichen Kategorien von dem im Oberauer Verlag erscheinenden “medium magazin” verliehen.

Auf dem zweiten Platz folgt der freie Wissenschaftsjournalist Volker Stollorz, der häufig für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet. Er erhält den Preis für “seine hervorragende und zu Recht mehrfach ausgezeichnete Arbeit, die von der Gen- über die Intelligenzforschung bis zum heiklen Feld der Arzneimittel-Wirksamkeit reicht.” (Quelle: WPK)

Den dritten Platz teilen sich Holger Wormer und Marcus Anhäuser. Prof. Wormer leitet den Studiengang “Wissenschaftsjournalismus” an der TU Dortmund. Zusammen mit dem freien Wissenschaftsjournalisten Marcus Anhäuser hat er das Projekt “Medien-Doktor” ins Leben gerufen, das medizinjournalistische Berichterstattung auf bestimmte Qualitätsmerkmale hin überprüft. Laut “medium-magazin”-Jury haben die beiden die Auswahl verdient, weil “sie und ihre Mitstreiter für einen besseren Medizinjournalismus einstehen und Journalisten Tools an die Hand geben, um die Qualität wissenschaftlicher Texte zu hinterfragen.” (Quelle: WPK)

Die Preisverleihung findet am Montag, 30. Januar 2012, in Berlin statt.

Kulturelle Kernspaltung

Januar 21st, 2012 by Alex Gerber

Die heutige Samstagskolumne des SZ-Bloggers Peter Glaser in der österreichischen FUTUREZONE lohnt sich:

Die herkömmlichen Kulturmoleküle werden durch die Digitalisierung wieder in ihre Atome aufgespalten. Jeder kann – und muss – sich jetzt seinen individuellen Medienmix selbst zusammenstellen. Was vielen als Zumutung erscheint, sehen andere als große Chance.
[...]
Musiker gehörten zu den ersten, die diese kulturelle Kernspaltung zu spüren bekamen. Ihre klassische Bündelungsform, das Album, hat im Internet praktisch aufgehört zu existieren. Die User sind zu Rosinenpickern geworden und holen sich nur noch einzelne Tracks.

Innovation als Thema in den Medien

Januar 2nd, 2012 by Alex Gerber

Tagung in der Akademie für Politische Bildung
Tutzing bei München, 2. – 3. Februar 2012

Zwei Tage lang widmen wir uns Anfang Februar der gesellschaftlichen Bedeutung von Innovation und der Rolle der Medien. Woran erkennen etwa Journalisten Innovationen von gesellschaftlicher Bedeutung? Welchen Einfluss hat die Innovationskommunikation von Unternehmen und Forschungseinrichtungen? Welche Ressorts beschäftigen sich mit Innovation in Technik, Politik, Sport und Kultur? Welche Rolle spielen Medien im gesamten Prozess von der Idee bis zur Marktreife? In wie weit beeinflussen sie das Innovationsklima? Hierzu werden Journalisten und Innovationskommunikatoren in Tutzing Stellung beziehen und mit Wissenschaftlern und Praktikern über die aktuelle Situation diskutieren. Diskutieren wollen wir außerdem, in wie weit das US-amerikanische Modell des “Innovation Journalism“, 2003 konzipiert von David Nordfors (Stanford University), auf Deutschland übertragbar ist.

Teilnahmegebühr incl. Übernachtung 55 Euro (ermäßigt: 35 Euro), ohne Übernachtung 35 Euro (ermäßigt: 25 Euro).
Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und dem Forum Technikjournalismus.

>> Ankündigung

>> Programm [pdf 135 KB]

>> Anmeldung über die Akademie für Politische Bildung
(im Anmeldefeld Kommentar bitte “via innokomm” vermerken)

Start ins Weltuntergangsjahr 2012

Januar 2nd, 2012 by Wolfgang Goede

2012 ist ein Schluesseljahr. In den naechsen Monaten werden wir viel ueber den prognostizierten Untergang der Welt lesen — als Folge des vermeintlichen Endes des Maya-Kalenders am 21. Dezember. Das ist Humbug, richtig indes ist, dass die Welt in einem Neufindungs- und Transformationsprozess steht und sich in ihren demokratischen Umgangsformen, insbesondere dem Umgang mit Wissenschaft und Technik neu erfindet.

Die Wissenschaftsdebatte spielt dabei eine herausragende Rolle. Sie wird ein wichtiges Instrument der Praesidentschaftswahlen in den USA, die TELI geht in den “W-Frage-Reloaded.Modus”, jetzt ist sie auch in Lateinamerika angekommen. Die renommierte Javariana Universitaet in Bogotá, Kolumbien, hat dazu in ihrem Wissenschaftsmagazin “Signo y Pensamiento” (Zeichen und Gedanke) einen Beitrag veroeffentlich mit dem Titel:

“Die Agenda des Wissenschaftsjournalismus in der zweiten Dekade des 21. Jahrhunderts: Foerderung des wissenschaftlichen Alphabetismus durch Wissenschaftsdebatten”.

Agenda of scientific journalismin the 2nd decade of the century: To promote scientific literacy through scientific debates

Our modern civilization is increasingly run by science and modern technologies. The more sophisticated and
sensitive, the more difficult they turn out in the handling. The latest example is the nuclear power plant of
Fukushima in Japan; a devastating earthquake along with a tsunami triggered a meltdown. An alarming accident and an overall tendency which makes us ask: Who is deciding what kind of technology mankind needs for its prosperity as well as to secure its future –scientists, business and economic leaders, the politicians or the electorate? Very few people nowadays understand the complicated basics of modern technologies such as genetic engineering, Nano-tech and nuclear technology. Decisions are so called „end of the pipe” decisions. Experts prepare them and in the final state parliaments pass them, mainly without any citizens’ participation at all. That is detrimental to the goals of democracy. This article introduces science debates as a means to foster “start of the pipe” procedures.

Agenda del periodismo científico en la 2a década del siglo xxi:
promover el alfabetismo científico por medio de debates científicos

Nuestra civilización está dominada por la ciencia y las tecnologías. Cuanto más sofisticadas y sensibles sean estas, más difícil es su manejo. El último ejemplo es la planta nuclear de Fukushima, en Japón, donde un temblor y un tsunami dispararon un derretimiento. Este accidente y la tendencia mundial nos hacen preguntarnos: ¿quién está decidiendo el tipo de tecnología necesaria para la prosperidad del ser humano: los científicos, los comerciantes, los economistas, los políticos o los electores? Hoy en día, pocas personas comprenden las complicadas bases de las tecnologías modernas, como la ingeniería genética, la nanotecnología y la tecnología nuclear. Se trata, entonces, de las llamadas “decisiones del final del ducto”: las preparan los expertos y en la etapa final los parlamentos las aprueban, en su mayoría, sin ninguna participación de los ciudadanos. Esto deteriora las metas de la democracia. Este artículo presenta los debates científicos como un medio para fomentar procedimientos que conduzcan a que se comience “al principio del ducto”.

Signo y Pensamiento
Profesiones, Artes y oficios
Emergencias, renuncias, desapariciones y transformaciones en el siglo XXI
Revista Pontificia Universidad Javeriana de Colombia, Bogota, ed.#59, Dic. 2011

Wie die “Brights” nach Deutschland kamen

Dezember 26th, 2011 by Alex Gerber

Ein Hochinteressantes Interview mit dem deutschen Übersetzer der kontroversen “Brights” aus USA und UK — Dawkins, Gould und Bryson etc. — ist soeben im Freitag erschienen u.a. zu der Frage, warum irgendwie nur amerikanische Wissenschaftler den Mut haben, die Bühne der politischen Debatte, Provokation oder gar der kreativen Zerstörung zu betreten:

Die Autoren [...] sind keine Wissensvermittler, die der Öffentlichkeit bloß etwas über die Wunder der Wissenschaft erzählen. Sie sind politisch motiviert, soziologisch interessiert. Und viele von ihnen scheuen die Provokation nicht, sondern suchen sie. „Das hat natürlich auch mit dem gesellschaftlichen Hintergrund zu tun, der vor allem in den USA weit fundamentalistischere Strömungen zeigt”. [Zitat des interviewten Übersetzers, Sebastian Vogel] Und auf den groben Klotz [sic] käme dann eben ein grober Keil.

Dass es hierzulande weit weniger Provokation oder gar “kreative Zerstörung” tradierter Denkschulen gibt, dürfte daran liegen, dass Wissenschaft grundsätzlich nicht so politisch ist / sein will / sein soll / sein darf wie etwa in den USA. In punkto “Medialisierung” der Wissenschaft sind wir zwar schon dabei gleichzuziehen mit der amerikanischen Academia (so sehr man beim Vergleich dieser beiden doch so unterschiedlichen Systeme vorsichtig sein sollte); bei der “Politisierung” der Wissenschaft allerdings sind wir fast noch auf der Stufe der “Trennung von Kirche und Staat” (übertragen auf die Forschung).

Insofern ist die Suche nach einem “deutschen Dawkins” meiner Ansicht nach eine systemische Frage des Selbstverständnisses deutscher Wissenschaftler. Wie zum Beispiel der Klimaforscher Stefan Rahmstorf gerade erleben durfte, bewegt man sich durch engagierte öffentliche Wissenschaft schnell auch an der Grenze zur Agitation (zumindest aus Sicht vieler Wissenschaftsjournalisten) — siehe hierzu die jüngste Aufmachergeschichte in der Verbandszeitschrift der WPK.

Auch hier ein Vergleich: Die “Science Debate” als größte politische Bewegung in der jüngeren Geschichte der USA (für die es übrigens 2012 ein deutsches Pendant geben soll; Hintergrund siehe hier) war getrieben von dem Bedürfnis der Wissenschaft, das “Monopol der Wahrheit” nicht einfach so auf dem Altar politisch-religiöser Dogmen zu opfern. Siehe dazu das gerade eben erschienene Buch “Fool me Twice” des geschätzten Kollegen Shawn Otto. Wäre das nicht, lieber Herr Vogel, prädestiniert für eine Übersetzung durch Sie in der Reihe der “Brights”? ;-)

ZUSATZ:
Prominente Vertreter der o.g. “Brights” sind der Philosoph Daniel Dennett, die US-amerikanische Bürgerrechtlerin Margaret Downey, der Zauberkünstler James Randi, der Psychologe Steven Pinker, der Biologe Richard Dawkins, der Biochemiker Richard John Roberts, der Physiker Sheldon Glashow, der Wissenschaftsjournalist Michael Shermer, der kanadische Arzt Henry Morgentaler, der belgische Physiker Jean Bricmont[16] und der deutsche Philosoph Michael Schmidt-Salomon. [Quelle: Wikipedia]

Citizen Science: Auch Du bist Forscher!

Dezember 22nd, 2011 by Wolfgang Goede

Der Kollege Chris Löwer stellt in der Dezemberausgabe von Technology Review eine neue Forschungsmethode vor. Sie besteht darin, dass Wissenschaftler an ihren Untersuchungen Laien beteiligen. Nach Crowd Sourcing & Crowd Funding kommt Crowd Researching, auf Deutsch: Bürgerforschungsprojekte.

So etwa haben
bei dem Projekt “Galaxy Zoo” 250’000 Hobbywissenschaftler 800’000 Aufnahmen des Hubble-Teleskops in Augenschein genommen. Auf der Suche nach ganz bestimmten kosmischen Formationen auf diesen Bildern versagte eine Bilderkennungssoftware. Für das menschliche Auge hingegen war es ein Klacks.

Bei der Plattforn “Zooniverse” sind 450’000 Laienforscher registriert. Bei der Aktion Solar Stormwatch vermessen sie die Sonne auf Gasausbrüche und Protuberanzen. Auf diese Weise können sich anbahnende Sonnenstürme rechtzeitig erkannt werden.

Für die Medizinforschung haben gewitzte ITler das Online-3D-Puzzle “Foldit” entwickelt. Darin werden Proteine gefaltet. Milliarden Möglichkeiten sind denkbar, wer aber die richtige Konstellation findet, hat ein Heilmittel gegen Krebs und HIV in der Hand.

Viele weitere Einsätze
sind denkbar, etwa die Auswertung der Logbuch-Einträge von Schiffen zum Dokumentieren des Klimawandels. Im Laufe der Zeit könnten Unterschiede zwischen Profis und Amateuren der Forschung verschwinden, glaubt der CERN-Physiker Francois Grey.

Rettungsaktion “WissensWerte”

Dezember 15th, 2011 by Alex Gerber

Die Wissenschaftsjournalistinnen Nicola Kuhrt, Cornelia Reichert und Cinthia Briseño haben unter http://www.pro-wissenswerte.de eine Petition gestartet, um gegen den Untergang der jährlichen Bremer Branchenveranstaltung “WissensWerte” (Hintergrund siehe hier) zumindest zu protestieren. Gut 100 Kolleginnen und Kollegen haben seit gestern unterchrieben (die Unterzeichnerliste im Web ist offenbar nicht aktuell; meine Unterschrift von gestern zum Beispiel ist noch nicht drauf).
Aufgerufen ist zur Unterstützung der WissensWerte allgemein, unabhängig vom Standort Bremen (“Ja, ich finde es wichtig, dass die WissensWerte erhalten bleibt.”).

Ernüchterndes Fazit nach WiD-Forum in Köln

Dezember 12th, 2011 by Alex Gerber

Kurz ein Hinweis auf die in mehreren Blogs laufende Debatte zum 4. “Forum Wissenschaftskommunikation” (Köln), ausgerichtet wieder von Wissenschaft im Dialog.

Michael Sonnabend (Stifterverband) ist offenbar mit sehr gemischten Gefühlen nach Hause gefahren und berichtet dabei u.a. auch aus seiner Rolle als Mitglied der Programmkommission heraus.

Christoph Larssen (Kollege hier bei ScienfeBlogs) hat Bedenken, dass zu viel diskutiert und zu wenig getan wird.

Und auch Matthias Fromm (SGM) wundert sich über das “Klassentreffen“, bei dem es leider keine Kratzspuren am Prüfstein gegeben habe.

Das positivste Fazit zieht da wohl noch Rainer Korbmann (Agentur Sciencde&Media) in seinem erst kürzlich gestarteten Blog, gleich mit einer ganzen Reihe von Beiträgen, bsiepislweise zu interaktiven Medien.

Kollege Henning Krause (DLR Bonn) hat eine Twitter-Liste erstellt, wobei die Zahl der tweetenden Teilnehmer mit <5% bezeichnenderweise ziemlich gering war.

Außerdem schreibt ein paar Zeilen die Kollegin Bärbel Auffermann vom Neanderthal-Museum.

…to be continued. ;-)

Der Niedergang des Wissenschaftsjournalismus

Dezember 6th, 2011 by Oliver Löfken

Kaum emanzipieren sich die Wissenschaftsjournalisten, schon warnt die Huffington Post vor ihrem Niedergang.
Wurde früher noch ordentlich recherchiert, beruhten heute rund 75 % der Berichterstattung allein auf Pressemeldungen. Selbst die renommierten BBC News seien davon nicht ausgenommen, schreibt David Whitehouse in der Huffington Post.

Lesenswert!!

http://www.huffingtonpost.co.uk/dr-david-whitehouse/science-a-new-mission-to-explain_b_1122560.html

Genau gegen diesen Trend wird die TELI aktiv, insbesondere mit der Wissenschaftsdebatte für den kommenden Bundestagswahlkampf.

Denn wir dürfen nicht die Cheerleader der Forscher werden (oder bleiben?), sondern müssen kritisch sein, uns auch mal unbeliebt und auf keinen Fall gemein mit den Wissenschaftlern machen. Nur so können sich Journalisten von PR-Kommunikatoren unterscheiden und ihrer wichtige Rolle in der Gesellschaft nachkommen.